“Ein kraftvoll-sonorer Bariton... großartig gesungen von Jonathan Michie.””
Gelobt für seine „heldische Strahlkraft und makellose Diktion“ (Abendzeitung München), beginnt die Spielzeit 2026/27 des Baritons Jonathan Michie mit aufeinanderfolgenden Produktionen als Graf Almaviva in Le nozze di Figaro: zunächst bei der Finger Lakes Opera unter der musikalischen Leitung von Adam Turner und der Regie von Stephanie Havey, gefolgt von einer Neuinszenierung an der Oper Halle, inszeniert von Walter Sutcliffe und dirigiert von Andreas Wolf. Zudem kehrt er als Papageno in Die Zauberflöte unter der Leitung von Yura Yang auf die Bühne der Oper Leipzig zurück. Er setzt seine Zusammenarbeit mit dem Thomanerchor und dem Gewandhausorchester fort, indem er Bachs Kantate BWV 47 unter der Leitung von Thomaskantor Andreas Reize singt, und gastiert darüber hinaus beim Bachfest Leipzig 2027.
In der Spielzeit 2025/26 kehrte Michie als Gastsänger an die Oper Leipzig zurück, um dort sein Rollendebüt als Guglielmo in einer Neuproduktion von Mozarts Così fan tutte (Regie: Katharina Thoma) zu geben. Zudem debütierte er die Rolle des Sharpless in Aron Stiehls Inszenierung von Madama Butterfly. Als gefragter Interpret zeitgenössischer Musik kreierte er kürzlich die Hauptrolle des Richard Loving in der Weltpremiere von Damien Geters Loving v. Virginia an der Virginia Opera (Regie: Denyce Graves). Zuvor feierte er große Erfolge in der Titelrolle bei der Uraufführung von Justine Chens The Life and Death(s) of Alan Turing am Chicago Opera Theater unter der Leitung von Lidiya Yankovskaya sowie bei der 20. Jubiläumsgala des American Lyric Theater.
Auf dem Konzertpodium gab Michie jüngst vielbeachtete Debüts als Bass-Solist in Haydns Die Schöpfung mit den Nürnberger Symphonikern unter Jonathan Darlington sowie in Händels Messiah mit dem Dänischen Philharmonischen Orchester (Sønderjyllands Symfoniorkester), dirigiert von Lena Lisa Wüstendörfer. Weitere Konzertprojekte umfassen die Titelpartien in Händels Saul mit dem Hamburger Symphonischen Chor und Mendelssohns Paulus in der St. Nikolai-Kirche zu Elmshorn sowie Vaughan Williams’ Songs of Travel mit Orchester im Leipziger Gewandhaus. Er sang zahlreiche Bach-Motetten mit dem Thomanerchor und dem Gewandhausorchester in der Thomaskirche, darunter BWV 33, 127, 176 und 248/4. Zudem interpretierte er Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen mit dem Gewandhaus- und dem Jerusalem Symphony Orchestra, Bachs Ich habe genug BWV 82 mit Musica Sacra, Orffs Carmina Burana mit dem National Chorale, Fortitudo in Haydns Applausus im Goethe-Theater Bad Lauchstädt und Rochester in Lortzings Zum Großadmiral mit dem Münchner Rundfunkorchester.
Während seines Festengagements an der Oper Leipzig sang Michie die großen Partien seines Fachs in über zwanzig Hauptrollen. Zu seinen dortigen Erfolgen gehören die Titelrolle in Don Giovanni, Papageno (Die Zauberflöte), Figaro (Il barbiere di Siviglia), Dandini (La Cenerentola), Marcello (La bohème), Belcore (L’elisir d’amore), Malatesta (Don Pasquale), Silvio (Pagliacci), Valentin (Faust), Sam (Trouble in Tahiti), Ned Keene (Peter Grimes), Olivier (Capriccio) und Harlekin (Ariadne auf Naxos), um nur einige zu nennen.
Michie feierte sein Europa-Debüt bei der Slowenischen Philharmonie mit einer Aufführung von Mahlers Des Knaben Wunderhorn und stand zudem im Kader der Metropolitan Opera als Cover für die Partie des Papageno. Seine umfangreichen Gastengagements umfassen Auftritte an der Los Angeles Opera (Papageno, Donald in Billy Budd, The Vicar in Albert Herring), dem Teatro dell’Opera di Roma (Donald), der Seattle Opera (Dandini), der Israeli Opera (Figaro), der Florida Grand Opera (Papageno, Graf Almaviva, Mercutio), der Santa Fe Opera (The Vicar, Prince Paul in La Grande-Duchesse de Gérolstein), dem Theater Bremen (Belcore), dem Teatro Comunale Bolzano (Valentin), beim Beijing Music Festival (Harlekin) und mit dem Chicago Symphony Orchestra (Masetto).
Als Absolvent des renommierten Merola-Programms der San Francisco Opera und des Apprentice-Programms der Santa Fe Opera trat er zudem am DNT und der Staatskapelle Weimar, der Chautauqua Opera, beim Spoleto Festival U.S.A., bei City Center Encores! und der Opera Saratoga auf. Er arbeitete mit namhaften Dirigenten wie James Conlon, Jonathan Darlington, Ulf Schirmer, Lidiya Yankovskaya, Sir Andrew Davis, Giedrė Šlekytė, Matthias Foremny, David Reiland, Andrea Sanguineti, Ramón Tebar und Gary Thor Wedow zusammen. Bedeutende Regisseure, mit denen er gemeinsam Projekte realisierte, schließen Stephen Wadsworth, Deborah Warner, Rolando Villazón, Katharina Thoma, Michiel Dijkema, Balázs Kovalik, Lindy Hume, Paul Curran, Renaud Doucet, Martin Lyngbo und Anthony Pilavachi mit ein.
Jonathan Michie gewann Preise und Auszeichnungen unter anderem beim Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb, der William Matheus Sullivan Foundation, der Gerda Lissner Foundation, der George London Foundation, der Licia Albanese-Puccini Foundation, der Lotte Lehmann Foundation und der Liederkranz-Stiftung. Er ist der jüngste Gewinner des ersten Preises in der Geschichte des Lotte-Lenya-Wettbewerbs der Kurt Weill Stiftung. Er erwarb seinen Bachelor- und Master-Abschluss in Musik an der Eastman School of Music und stand als Mitglied von Actors’ Equity auch im Off-Broadway und in regionalen Theatern auf der Bühne.